„Veränderung schafft Halt“ – der Entwurf zum neuen Grundsatzprogramm

Was bedeutet eine Krise für die Gesellschaft und was folgt aus ihr? Während der Arbeit an unserem neuen Grundsatzprogramm mussten wir für einen Moment innehalten und uns diese Frage stellen. Über Nacht hat die Corona-Krise unsere zivilisatorische Verletzlichkeit gezeigt und ein Schlaglicht auf lang bekannte Probleme geworfen.

Die Pandemie trifft eine ohnehin verwundete Welt: Erderwärmung, Globalisierung, Ausbeutung von Menschen und Ressourcen. Weltweit brechen sich Autoritarismus und Nationalismus Bahn, gepaart mit Rassismus und Ausgrenzung. Frauen werden in alte Rollenbilder zurückgedrängt. Die Weltgemeinschaft driftet auseinander, die Gesellschaft auch.

„Wir wollen mit diesem Programm Gegenwart nicht einfach linear fortschreiben, sondern unser Anspruch ist, Dinge auch wirklich anders zu machen. Wir können Dinge besser machen. Das ist Aufgabe von Politik“, sagt die Parteivorsitzende Annalena Baerbock während der Pressekonferenz zur Vorstellung des ersten Entwurfs für unser neues Grundsatzprogramm Ende Juni in Berlin. Wir wollen die Konturen einer widerstandsfähigen demokratischen Ordnung und einer krisenfesten Gesellschaft zeichnen. Daher sind wir entschlossen, das Jahr 2020 nicht nur als Krisenjahr zu sehen, sondern als Kraftzentrum für neue Perspektiven.

In diesem historischen Moment steht ein neues Grundsatzprogramm nicht nur für eine neue Phase unserer Partei. Es soll für den Beginn einer neuen Phase der Politikstehen, für die Politik einer neuen Epoche, in der unser Wirtschaften ins Gleichgewicht mit der Natur kommt. Eine Epoche der Kooperation, der Bündnisse und der Zusammenarbeit, der internationalen Solidarität. 2020 kann der Wendepunkt sein: Von hier an anders.

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