Demo – Hambacher Wald

Unter dem Motto „Wald retten – Kohle stoppen!“ machten sich am letzten Samstag 18 Personen – zwischen jung und alt – , aus Meinerzhagen, Kierspe, Rönsahl und Valbert auf den Weg nach Kerpen Buir, um an der Anti-Kohle-Demonstration teilzunehmen. Ursprünglich 20.000, tatsächlich rund 50.000 Menschen fanden sich ein, um gemeinsam für die Erhaltung des Hambacher Forstes zu protestieren. Derzeit existieren noch 200 Hektar des alten Baumbestandes. RWE wollte, nach Räumung der Baumhäuser, ca. 100 Hektar, d.h. die Hälfte des Waldbestandes roden. Da das Oberverwaltungsgericht Münster am Freitag die Rodung vorerst untersagte, wurde aus der Protestaktion eine Demonstrationsfeier. Nach Einschätzung von Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser ist der Hambacher Wald zumindest bis 2019 gerettet.

Für uns Volmestädter, die eigens einen 20-Personen-Bus gechartert hatten, welcher von den Grünen Ortsvereinen aus Meinerzhagen und Kierspe mit finanziert wurde, waren es sehr beeindruckende und bewegende Momente. Eine tolle Atmosphäre mit vielen friedlichen Menschen, die sich aus der ganzen Republik auf den Weg gemacht haben, um hier ein Zeichen zu setzen! Weit über 100 Busse aus nah und fern mit Naturschützern, die für den Kohleausstieg einstehen, so wie auch wir! Zusätzlich natürlich noch viele Menschen, welche mit dem Zug anreisten. Vor allem die vielen jungen Menschen beeindruckten uns, ein Zeichen für eine gelebte Demokratie und gegen Politikverdrossenheit.

Es war die größte jemals stattgefunden Demonstration am Braunkohletagebau „Hambacher Forst“ auf einer Ackerfläche. Bands wie Revolverheld trugen zur musikalischen Unterhaltung bei, aber besonders die Wortbeiträge von Naturschützern und Anwohnern wurden begeistert aufgenommen. Es waren ermahnende Worte, die bis zum heutigen Tage seitens der CDU-FDP-Landesregierung auf wenig Gegenliebe gestoßen sind. Nun ist die Politik am Zug, Konzepte zu entwickeln wie der Kohleausstieg vollzogen werden kann.

Unter den heimischen Mitfahrenden herrschte die einhellige Meinung, sich auch weiterhin dafür einzusetzen, dass schnellstmöglich der Kohleausstiegt gelingt. Dafür werden wir weitere Aktionen begleiten und vor Ort aktiv sein.

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