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6. Dezember 2018

Grüne verschaffen sich Bild vor Ort

Politiker beschäftigen sich mit den Spielplätzen

(Quelle: come-on.de, Bild & Text: Jürgen Beil, Meinerzhagener Zeitung)

Meinerzhagen - Kinder, die in Meinerzhagen einen Spielplatz suchen, müssen in der Regel nicht weit laufen. Das Angebot ist nahezu flächendeckend.

Aber wie sieht es in den Anlagen aus? Können sich Kinder an Scherben oder scharfen Kanten verletzen? Sind die Plätze oft zugemüllt? Ist das Angebot überhaupt noch zeitgemäß und wird es genutzt? Das sind nur einige Fragen, die die Meinerzhagener SPD jetzt gern von der Verwaltung beantwortet haben möchte. Dazu regten die Sozialdemokraten in der vergangenen Sitzung des Rates an, eine Spielplatzbedarfsplanung durchzuführen. Das wird jetzt auch geschehen – und es gibt Schützenhilfe aus einer anderen Ratsfraktion: „Die Grünen unterstützen beziehungsweise befürworten diesen SPD-Antrag sehr, wobei für uns die Schaffung von Mehrgenerationen-Spielplätzen oberste Priorität genießt“, nimmt Grünen-Faktionsvorsitzender Paolino Barone Stellung zum Vorstoß der SPD.

Und die Bündnis 90/Grünen wurden in Meinerzhagen in dieser Angelegenheit bereits selbst aktiv. Sie wählten 17 Spielplätze nach dem Zufallsprinzip aus und sahen sich im Zeitraum von August bis Oktober dort um. Um es vorwegzunehmen: Die ausgewählten Spielplätze schnitten durch die Bank recht gut ab. Barone: „Sie sind in gutem und sicheren Zustand. Der Aufbau der Geräte sowie die Pflege und Wartung – das alles wird von der Verwaltung sorgsam und umsichtig vorgenommen.“

Foto: Jürgen Beil, Meinerzhagener Zeitung

Skaterplatz als Ausnahme

Barone geht ins Detail, weist aber auch darauf hin, dass die Ergebnisse eine Momentaufnahme sind und keinesfalls repräsentativ. „Beim Zustand der Spielgeräte konnten keine sicherheitsrelevanten Mängel festgestellt werden. Die Spielgeräte auf den besuchten Plätzen bewerten wir überwiegend als sicher und im guten Zustand.“

Auch das zweite Kriterium, die Sauberkeit, konnte laut Grünen-Analyse an fast allen Plätzen überwiegend positiv bewertet werden. „Eine Ausnahme hiervon ist der Skaterplatz. Trotz vorhandener Mülltonnen finden sich auf dem Platz viele Einwegverpackungen, Dosen und Flaschen, aber auch Glasscherben.“

Die Prüfung der Bodenbeläge ergab für die Grünen lediglich auf den Spielplätzen In den Bäumen und Im Kumpenhahn, an der Eisdiele/Sparkasse und an der Derschlager Straße Mängel durch fehlenden oder defekten Fallschutz. Barone: „Hier regen wir entsprechende Korrekturen, im ersten Fall unter den Gymnastikstangen und unter der Schaukel und im zweiten Fall unter der Wippe und an der Rutsche, an. Bei den restlichen Plätzen gab es keine Beanstandungen.“

Kaum Kinder anzutreffen

Eine Rolle spielte auch das jeweilige Spielplatz-Umfeld. Hier scheint alles gut. „Lediglich am Spielplatz ,Im Kumpenhahn’ wird vorgeschlagen, auf der Straße ein Hinweisschild zu errichten, welches auf querende Kinder und den Spielbereich hinweist. Der Spielwert für die Spielplatz-Besucher – auch das war Thema. Objektive Kriterien lassen sich zu diesem Punkt allerdings nur sehr schwer festlegen. „Aus der Beobachtung ergab sich lediglich für den Spielplatz Im Kumpenhahn ein hoher Beliebtheitsgrad für die Nutzung von Schaukel und Trampolin. Am Spielplatz Rinkscheid wurde Pflanzenwuchs im Sandkasten festgestellt. Dies könnte ein Hinweis auf eher geringe Nutzung sein“, bilanzieren die Grünen.

Was den Besuch in den Abendstunden angeht, wurden die Grünen Im Kumpenhahn fündig, ebenso wie auf der Anlage Heidehang. „Dort waren es wohl Gäste des Jugendtreffs“, heißt es. Und wegen des Müllaufkommens am Skateplatz geht Barone davon aus, dass auch der abends frequentiert wird.

„Der für uns mit Abstand wichtigste Punkt waren die Kinder. Hierbei empfanden wir es als enttäuschend, dass mit Ausnahme der Spielplätze Ihnestraße und Otto-Fuchs-Straße keine Kinder anzutreffen waren. Die Wetterlage war zu diesem Zeitpunkt gut“, berichtet Barone weiter. Aktivitäten wurden allerdings jeweils in den Nachbarschaften registriert: „Wir sahen in vielen Gärten, teilweise ausgestattet mit einfachen Spielgeräten, Kinder beim Spielen. Die mangelnde Besucherfrequenz erklären wir uns damit, dass möglicherweise im Einzugsgebiet weniger Kinder leben als zur Zeit der Errichtung der Spielplätze. Hier sehen wir die Erfordernis, Standorte zu prüfen und gegebenenfalls an den Bedarf anzupassen.“

 

10. Oktober 2018

Demo – Hambacher Wald – 06.Oktober 2018

Unter dem Motto „Wald retten – Kohle stoppen!“ machten sich am letzten Samstag 18 Personen – zwischen jung und alt – , aus Meinerzhagen, Kierspe, Rönsahl und Valbert auf den Weg nach Kerpen Buir, um an der Anti-Kohle-Demonstration teilzunehmen. Ursprünglich 20.000, tatsächlich rund 50.000 Menschen fanden sich ein, um gemeinsam für die Erhaltung des Hambacher Forstes zu protestieren. Derzeit existieren noch 200 Hektar des alten Baumbestandes. RWE wollte, nach Räumung der Baumhäuser, ca. 100 Hektar, d.h. die Hälfte des Waldbestandes roden. Da das Oberverwaltungsgericht Münster am Freitag die Rodung vorerst untersagte, wurde aus der Protestaktion eine Demonstrationsfeier. Nach Einschätzung von Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser ist der Hambacher Wald zumindest bis 2019 gerettet.

Für uns Volmestädter, die eigens einen 20-Personen-Bus gechartert hatten, welcher von den Grünen Ortsvereinen aus Meinerzhagen und Kierspe mit finanziert wurde, waren es sehr beeindruckende und bewegende Momente. Eine tolle Atmosphäre mit vielen friedlichen Menschen, die sich aus der ganzen Republik auf den Weg gemacht haben, um hier ein Zeichen zu setzen! Weit über 100 Busse aus nah und fern mit Naturschützern, die für den Kohleausstieg einstehen, so wie auch wir! Zusätzlich natürlich noch viele Menschen, welche mit dem Zug anreisten. Vor allem die vielen jungen Menschen beeindruckten uns, ein Zeichen für eine gelebte Demokratie und gegen Politikverdrossenheit.

Es war die größte jemals stattgefunden Demonstration am Braunkohletagebau „Hambacher Forst“ auf einer Ackerfläche. Bands wie Revolverheld trugen zur musikalischen Unterhaltung bei, aber besonders die Wortbeiträge von Naturschützern und Anwohnern wurden begeistert aufgenommen. Es waren ermahnende Worte, die bis zum heutigen Tage seitens der CDU-FDP-Landesregierung auf wenig Gegenliebe gestoßen sind. Nun ist die Politik am Zug, Konzepte zu entwickeln wie der Kohleausstieg vollzogen werden kann.

Unter den heimischen Mitfahrenden herrschte die einhellige Meinung, sich auch weiterhin dafür einzusetzen, dass schnellstmöglich der Kohleausstiegt gelingt. Dafür werden wir weitere Aktionen begleiten und vor Ort aktiv sein.

 

30.April 2018

Neuer Lebensraum für Insekten - Grüne legen Wildblumenwiese an

Aktion gegen das Bienensterben am Handweiser


Meinerzhagen. Großeinsatz für die Meinerzhagener Grünen. Statt Grillen stand am letzten Samstag Grubben auf dem Programm. Auf der Streuobstweise am Handweiser galt es, den Boden für die Einsaat von Wildblumen zu bereiten.

Zuvor hatten die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes die Grasnarbe aufgebrochen. Samstag mussten noch Grassoden und Steine entfernt werden. Dann konnte die Wildblumen am Streifen oberhalb der Marienheider Straße eingesät werden. Hilfe gab es dabei von Mitgliedern der Waldjugend, die zudem für Kleintiere einen Haufen aus den aufgesammelten Steinen aufschichteten - Recycling vor Ort. Als eifrige Steinesammler machten sich auch Aylin, Jessica und Ela nützlich. Die Schülerinnen der Gesamtschule Kierspe interessierten sich für Natur und wollten gerne mithelfen. „Ich mag halt Blumen, Tiere und Pflanzen“, begründete Ela ihr Engagement.

Erwachsene, die ein Herz für die Natur hatten, holten sich Wildblumensamen ab, um auf eigenem Grundstück für bunte Vielfalt und damit Insektennahrung zu sorgen. Grünen-Sprecher Karl Hardenacke war zufrieden: „Das ist sehr gut gelaufen am Samstag. Mit der großen Resonanz und so vielen Helferinnen und Helfern hatte ich nicht gerechnet.“ Dank der Vorarbeit des Bauhofes war der Boden innerhalb von zwei Stunden bereitet. Gemischt mit Sand, um eine gleichmäßigere Verteilung der Samen zu erreichen konnten dann die mehrjährigen Blumen ausgesät werden.

„Es hat Spaß gemacht“, waren sich die Akteure einig. Zumal es bei Kuchen und kalten Getränken auch locker und stressfrei zuging. Vor allem: Es hat auch Sinn gemacht. Hardenacke: „Den Zustand des Insektensterbens, die für unsere Nahrungsmittel-Versorgung zentrale Bedeutung haben, zu beklagen, ist das Eine. Mit der Anlage des Blühstreifens versuchen wir einen kleinen Beitrag zu leisten und gegenzusteuern, das Andere.“ Jetzt hoffen die Grünen, die auch die Saat-Kosten für die Aktion tragen, dass an der Südumgehung eine Insekten-Autobahn entsteht. Hardenacke: „Es wäre schön, wenn auch an anderen Stellen Wildblumenflächen angelegt würden.“ Randsteifen an Straßen oder auch anderen öffentlichen Flüchen gebe es genug. Neben neuem Lebensraum für Insekten, Bienen vor allem, werde die Stadt damit auch bunter, attraktiver und abwechslungsreicher.


INFO

Schon die Anlage der Streuobstwiese vor sechs Jahren hatte zum Ziel die Artenvielfalt zu erhalten, Die Wiese, die auf Initiative der Grünen mit alten heimischen Obstbäumen bepflanzt worden ist, gilt nach Angaben des Naturschutz-Verbandes BUND als größte innerstädtische Streuobstwiese in Südwestfalen.  Sie wird jetzt die den Blühstreifen aufgewertet - eine Insekten-Eldorado, so hoffen die Initiatoren.

Aus der Sorge von Naturschützern vor dem Verlust der Artenvielfalt ist ein gesellschaftliches Thema geworden. Das Insektensterben, vielfach verkürzt als Bienensterben dargestellt, wird zunehmend zum Problem. Befeuert wurde das Thema im Herbst 2017 durch eine Studie. Forscher aus Krefeld haben durch Zählungen in verschiedenen Schutzgebieten an über 60 Standorten festgestellt, dass die Zahl der Fluginsekten seit knapp drei Jahrzehnten und 75 Prozent zurückgegangen ist. Grund sind vor allem chemische Spritzmittel in der Landwirtschaft, aber auch Monokulturen, die weniger Nahrungs- und Lebensraum bieten. Insekten wiederum sind wichtig für die Bestäubung der Pflanzen und damit für Ernteerträge. Rund ein Drittel der Nahrungsmittel, die wir Menschen zu uns nehmen, wachsen nur, weil sie von Bienen und anderen Insekten bestäubt werden. Mit den Insekten verschwindet aber auch die Nahrungsgrundlage für andere Tiere. Ein Teufelskreis, der das Öko-System aus dem Gleichgewicht bringt. Für den Nobelpreisträger Albert Einstein war der Zusammenhang schon vor Jahrzehnten klar: „Erst stirbt die Biene, dann der Mensch“.


 

22. April 2018

Meinerzhagenen wird bunter: Wildblumenstreifen am Handweiser

Grüne starten Aktion gegen das Insektensterben - Aufwertung des Stadtbildes


"Ach ja." "Stimmt" - Gängige Kommentare wenn jemand darauf hinweist, dass man früher im Sommer bei jedem Tank-Stopp auch die Scheiben reinigen musste. Inzwischen sind von Insekten verklebte Frontscheiben kein Thema mehr. Der Grund: das Insektensterben. Den Zustand beklagen ist das Eine. Etwas dagegen tun, haben sich die Meinerzhagener Grünen vorgenommen. An der Südumgehung entsteht eine Insekten-Autobahn.
Versuchsweise wird die Streuobstwiese am Handweiser mit Wildblumen eingesät. Der Rat hatte einem entsprechenden Antrag der Grünen im Herbst 2017 zugestimmt. In Zusammenarbeit mit dem Bauhof, der den Boden entsprechend aufgebrochen und vorbereitet hat, soll der Sommer an der Marienheider Straße richtig bunt werden. Auf dem etwa 100 Meter langen Streifen an der Streuobstwiese werden verschiedene Mischungen von Wildblumen-Saaten ausprobiert.
Start der Aktion ist am 28. April. Mit der Einsaat wollen die Grünen auf das Insektensterben aufmerksam machen und zeigen, wie die Artenvielfalt erhalten werden kann. Wildblumen sind eine ideale Nahrungsquelle für Insekten. Sie bilden einen Gegenpol zu landwirtschaftlichen Monokulturen und sei setzen farbliche Akzente, sind also ein Hingucker. Meinerzhagen wird damit am Ortseingang deutlich bunter und freundlicher.
Schon die Anlage der Streuobstwiese vor sechs Jahren hatte zum Ziel die Artenvielfalt zu erhalten. Die Wiese, die auf Initiative der Grünen mit alten heimischen Obstbäumen bepflanzt worden ist, gilt nach Angaben des Naturschutz-Verbandes BUND als größte innerstädtische Streuobstwiese in Südwestfalen. Sie wird jetzt die den Blühstreifen aufgewertet - eine Insekten-Eldorado, so hoffen die Initiatoren.

Aus der Sorge von Naturschützern vor dem Verlust der Artenvielfalt ist ein gesellschaftliches Thema geworden. Das Insektenserben, vielfach als Bienensterben verkürzt dargestellt, wird zunehmend zum Problem. Befeuert wurde das Thema im Herbst 2017 durch eine Studie. Forscher aus Krefeld haben durch Zählungen in verschiedenen Schutzgebieten an über 60 Standorten festgestellt, dass die Zahl der Fluginsekten seit knapp drei Jahrzehnten und 75 Prozent zurückgegangen ist. Grund sind vor allem chemische Spritzmittel in der Landwirtschaft, aber auch Monokulturen, die weniger Nahrungs- und Lebensraum bieten. Insekten wiederum sind wichtig für die Bestäubung der Pflanzen und damit für Ernteerträge. Mit den Insekten verschwindet aber auch die Nahrungsgrundlage für andere Tiere. Ein Teufelskreis, der das Öko-System aus dem Gleichgewicht bringt. Für den Nobelpreisträger Albert Einstein war der Zusammenhang schon vor Jahrzehnten klar: "Erst stirbt die Biene, dann der Mensch“.
Grünen-Sprecher Karl Hardenacke. "Mit etwas gutem Willen lassen sich für die Insekten bessere Lebensgrundlagen schaffen. Die geplanten Blühstreifen nützen nicht nur dem Öko-System. Sie sind auch eine Bereicherung der Landschaft und eine Augenweide für Menschen, die sich noch etwas Sinn für die Natur bewahrt haben. Wir freuen uns, dass der Rat und die Verwaltung das Anliegen unterstützen." Die Grünen hoffen, dass es nicht bei dem einen Streifen am Handweiser bleibt. Hardenacke: "Jeder kann selbst auf seinem Grundstück oder auf dem Balkon einen kleinen Beitrag zur Artenvielfalt leisten".

Aber auch Helfer sind bei der Saat-Aktion am Samstag, 28. April, willkommen. Die Waldjugend will die Aktion unterstützen und Insektenhotels aufhängen. Aus das ist eine Erkenntnis der Studie zum Insektensterben: Nistmöglichkeiten helfen die Arten zu erhalten.
(rk)

INFO
Wildblumen-Samen gibt es in verschiedenen Mischungen für unterschiedliche Standorte.
Tipps zur Anlage von Wildblumen-Streifen: www.rieger-hofmann.de

 

3. Dezember 2017

Musik und Literatur – Jahresabschluss der Grünen im Heed

Dankeschön für Mitglieder mit lokalen Kultur-Akteuren

Musik und eine moderne Literatur-Form standen im Mittelpunkt des Jahresabschlusses. Dazu hatten sich die Mitglieder des Ortsvereins von Bündnis 90 / Die Grünen am Freitagabend im Umweltpädagogischen Zentrum im Heed getroffen. In zwangloser Runde spielte dabei die Politik einmal nicht die erste Geige.

Das Treffen war auch als Dankeschön an die Mitglieder gedacht, die sich neben der üblichen Arbeit auch bei zwei Wahlkämpfen in dieser Jahr eingebracht und dafür viel Zeit aufgewandt haben, so Grünen-Sprecher Karl Hardenacke. Zum Auftakt brachte Guido Earl aus Valbert den Grünen die Weissenborn-Gitarre nahe. Mal balladenförmig, mal im Hawaii-Sound präsentierte der Valberter seine Stücke und stellte seine Instrumente vor. Der Kontakt zu Guido Earl, mit bürgerlichem Namen Erlemann, war über die „Nacht der langen Tische“ und seine Auftritte bei der Kleinkunstbühne des TuS Meinerzhagen zustande gekommen. Für Hardenacke „eine schöne Sache, wenn über solch niederschwellige Angebote, Kontakte entstehen und das Kulturleben bereichert wird.“

Kostproben seines Könnens gab auch Erik Lellwitz. Der Gymnasiast hatte kürzlich mit einem Mitschüler einen Wettbewerb im Poetry Slam gewonnen. Im Heed beschäftigte er sich in seinem Gedicht mit der Fragwürdigkeit von Nationalbewusstsein und der Tatsache, dass es purer Zufall ist, in welche Nationalität man hineingeboren wird. Hier wurde es dann doch politisch, entlarvte der slam doch die hohlen populistischen Parolen in Bezug auf die Flüchtlingsbewegung.

Für den dritten Top-Act des Abends sorgte die Familie Kretschmer – wie es sich für Grüne gehört – mit einem Imbiss aus saisonalen Produkten.

 

1. Dezember 2017

Nachruf

Zum Tode von Gertrud Brockmann

„Das schönste Denkmal, was ein Mensch bekommen kann, steht im Herzen der Mitmenschen.“
Albert Schweizer

Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom unerwarteten Tod unserer Freundin und Mitstreiterin Gertrud Brockmann, die viele Jahre bei Bündnis 90/DIE GRÜNEN mitgewirkt hat, erfahren.
Gertrud Brockmann hat uns im Alter von 79 verlassen.

Wir trauern um einen Menschen, der sich beispielgebend eingesetzt hat und in vielfältigen Bereichen ausdauernd und außergewöhnlich engagiert war, ohne darum großes Aufheben zu machen oder sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Ihr besonderes Interesse galt dabei humanitären, sozialen und kulturellen Themen.

Sie engagierte sie sich in der Eine-Welt-Bewegung und war Mitbegründerin des Weltladens in Meinerzhagen. Der faire Handel lag ihr am Herzen, was den Blick über den Tellerrand und Menschenfreundlichkeit voraussetzt.

Seit 2010 war sie Mitglied der Partei Bündnis 90/DIE GRÜNEN, damit zählte sie zu einem Mitglied der frühen Stunde in unserem Ortsverband.

Gertrud Brockmann hatte sich die Fähigkeit bewahrt, sich über Ungerechtigkeiten ernsthaft zu erzürnen. Sie hat sich stets für jene engagiert, die keine Lobby haben. Eine Eigenschaft, aufgrund der sie weit über die Parteizugehörigkeit hinaus geschätzt wurde.

Mit Gertrud Brockmann verlieren wir GRÜNEN nicht nur eine gute Freundin, sondern auch eine engagierte Frau, die sich insbesondere für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft eingesetzt hat. Ihr Wirken ist uns Auftrag und Verpflichtung. Nur wer vergessen wird, ist tot.

Wir trauern um Gertrud Brockmann und unsere Gedanken sind bei ihrer Familie.

Der Ortsverband Bündnis 90/DIE GRÜNEN Meinerzhagen

Foto:gruene-gegend.de

 

18. November 2017

Neue Kämmerin plädiert für mehr Klarheit im Haushalt

Susanne Neumann stellte Fraktionen von Grünen und UWG erstmals Haushaltsentwurf vor

Gleichermaßen aufgeschlossen wie entschlossen präsentierte Susanne Neumann den Fraktionsmitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen und der UWG den Entwurf des Haushaltsplanes 2018 und die Zahlen für die mittelfristige Finanzplanung. Danach ist in der städtischen Kasse bis 2021 mit steigenden Überschüssen zu rechnen. „Wenn wir jetzt nicht den Ausgleich schaffen, wann dann?“, warb die neue Kämmerin dafür, die gute konjunkturelle Lage und das niedrige Zinsniveau zu nutzen, Schulden abzubauen und neue Kredite möglichst zu vermeiden.

Sie machte deutlich, dass sie gerne selber rechne und sich nicht nur auf Kennzahlen verlasse. Bis 2021 steige der Anteil der in der Stadt verbleibenden Steuern um zehn auf 40 Prozent. Das Steueraufkommen in Meinerzhagen pro Kopf liege deutlich über dem Landesmittel, wies sie auf durchaus günstige Rahmenbedingungen hin. Und zu klagen, wie es bisher bei der Vorstellung des Haushaltes üblich war, zeigte Susanne Neumann auf, dass Bundes- und Landesmittel für den Schulbau den Kommunen helfen, Schulen zu modernisieren. Sie sah aber auch Nachholbedarf in Meinerzhagen, etwas bei der IT-Betreuung in den Schulen und modernen Vermittlungsformen, für die ein Breitband-Ausbau unabdingbar sei. Auch Kosten für die Bewältigung der Flüchtlingskrise seien erstattet worden.

Plädoyer für Zielkontrolle und Transparenz

Stolz sein könne die Stadt auch auf 5,7 Mio. Euro, die für freiwillige Leistungen etwa in der Sportförderung oder im Bereich Kultur ausgegeben würden. Susanne Neumann lag auf einer Linie mit den Fraktionsmitgliedern, als sie für eine Zielkontrolle plädierte und auch Finanzberichte im Laufe des Jahres zusagte. In den Focus nehmen will sie auch die Effizienz der Verwaltung. Ihr Ziel: Überschüsse erwirtschaften, um daraus Investitionen bezahlen zu können. Dass sie auch Investitionskosten für die Stadthalle eingeplant und dabei den „worst case“ einer Förderung von allenfalls 60 Prozent berücksichtigt hat, nahmen die Fraktionsmitglieder ebenfalls als positives Signal aus den Haushaltsberatungen mit der Kämmerin mit. Ihren Slogan: „Haushaltswahrheit ist Haushaltsklarheit“ konnten alle Teilnehmer nur zustimmen. Susanne Neumann konnte die Wünsche der Grünen und UWG mitnehmen, dass sie mit ihren Vorstellungen Erfolg hat. -rk-

 

14. November 2017

Gemeinsame Haushaltsklausur von Grünen und UWG

Wo gibt es politischen Gestaltungsspielraum? Diese Frage steht über dem Treffen der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der UWG. Am Samstag, 18. November, geht es im Umweltpädagogischen Zentrum im Heed ums liebe Geld.

Susanne Neumann, die erst im Oktober ihren Dienst als Kämmerin der Stadt Meinerzhagen angetreten hat, wird den Fraktionen den Etatentwurf für 2018 erläutern. Bei dem Treffen erhoffen sich die Fraktionen Aufschluss über Vorhaben der Stadt, deren finanzielle Auswirkungen und mögliche finanzielle Spielräume.  Als Nachfolger von Jens Groll ist die neue Kämmerei erstmals zu Gast bei den Haushaltsberatungen der Kommunalpolitiker. Die Mitglieder beider Fraktionen treffen sich am Samstag, 18. November, um 9 Uhr zum gemeinsamen Frühstück. Ab 9.30 Uhr geht es dann um das meist schwer verdauliche Zahlenwerk zur kommunalen Kassenlage. Nach dem gemeinsamen Mittagessen trifft man sich in der jeweiligen Fraktion, um innerhalb der Fraktion einzelne Schwerpunkt zu diskutieren.

 

8. November 2017

Grüne Jugend stellt Pläne zum Camp vor

Ambitioniert! So kann man die Pläne der Nachwuchsgrünen bezeichnen, die sie gestern Abend dem OV vorstellten. Eine Art Klimacamp soll in Meinerzhagen entstehen. Zelten oder Betten? Kinder oder Jugendliche? Wer versorgt sie mit Essen, wer betreut, wer referiert? Alles Fragen, die Leon und Erik aus Meinerzhagen umtreiben, die aber auch uns als "alte Grüne" anspornen, sich für den eigenen Nachwuchs zu engagieren und ihnen bei ihren Plänen unter die Arme zu greifen!

Mitstreiter suchen die beiden dabei natürlich auch noch! Jugendliche, die politisch interessiert sind, denen es nicht egal ist, wohin wir gesellschaftlich steuern. Jugendliche, die sich einbringen wollen, anpacken statt zuschauen, engagieren statt resignieren - Ihr seid gefragt!
Meldet Euch hier auf FB, kommt zu unseren öffentlichen Sitzungen oder sprecht die beiden in der Schule an! Green the planet!

 

5. September 2017

Musikusse & Feuershow bei Nacht der langen Tische - Politik spielte nur die zweite Geige

Meinerzhagen. Wie sieht Mobilität morgen aus? Wildblumen am Kreisel Birkeshöh oder der Dauerbrenner Bücherzelle. Um Politik ging’s auch bei der Nacht der Langen Tische am 2. September. Im Mittelpunkt stand aber das Menschliche. Einfach miteinander reden, mit anderen ins Gespräch kommen bei leckeren Dipps, selbstgebackenen Brötchen oder Zwiebelkuchen.

Auch wenn die Besucherzahlen bei der Veranstaltung des Stadtmarketings nicht berauschend waren – der Besuch an den Tischen der Grünen war gut. Die Stimmung natürlich auch. Für Unterhaltung sorgten nicht nur die Musikusse und ein Zauberer. Highlight des Abends waren eine rasante und beeindruckende Feuershow und die Jam-Session der Musiker in der Derschlager Straße. Wer nicht dabei war, sollte den Termin fürs nächste Jahr schon mal in den Kalender eintragen.

 

Veranstaltung am 26. August 2017 - 11 Uhr Stadthalle

 

28. Juni 2017

Grüne für klare Aussagen im Bundestagswahlkampf

Erstes Kennenlernen mit dem neuen Kandidaten Christian Hohn

Volmetal. Klare Aussagen zum Klimaschutz. Bis 2030 wollen die Grünen keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr neu zulassen und aus der Kohleverstromung aussteigen. Diese Aussagen des Bundesparteitages begrüßten die Volme-Grünen. Der Ortsverband Halver hatte den Bundestagskandidaten Christian Hohn aus Olpe zum ersten Kennenlernen nach Halver eingeladen.

Dabei wurden auch Strategien für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf erörtert. Für das Volmetal dürften die Themen Energie, Energiewende und Landwirtschaft eine zentrale Rolle spielen. Dabei, so Martin Halbrügge, Sprecher der Halveraner Grünen, könne man eigene Kontakte und Kompetenzen einbringen. Geplant sind auch Veranstaltungen mit Christian Hohn, der sich bei dem Treffen vorstellte und seine Vorstellungen zum Wahlkampf erläuterte. Auch er will auf regionale bezüge setzen, sowohl beim Thema Energie als bei der Produktion und der Vermarktung von Lebensmitteln.

Details und Termine sollen noch abgestimmt werden. (rk)

 

5. Mai 2017

Unser erster "richtiger" Wahlkampfstand ging gerade zu Ende!

Tolle Gespräche, eine lustige Schulklasse, die unsere Windräder durch die Stadt trug, die veganen Gummibärchen sind eh immer der Renner und unser Nachbar Detlef Jungmann / OV Kierspe hat sich sogar eine Grillzange abgeholt! Ja, haben nur die Meinerzhagener. ;)

Ein M'hagener Einwohner meldete sich für den nächsten Dienstag zum Grünen Bürgertreff an: "Ich bin froh, dass es Euch gibt!" Na das freut uns!!

Neben lokalen Themen und der Bildung stand diesmal auch das TV Duell gestern Abend auf der Tagesordnung. Unsere Spitzenkandidatin machte bei den Bürgern offenbar einen sehr guten und kompetenten Eindruck; klasse! Wer nicht so gut ankam? Sagen wir nicht; Bashing überlassen wir den anderen.

Nächste Woche geht es weiter, an gleicher Stelle. Mit neuen Gummibärchen! :)

 

26. April 2017

31 Jahre Tschernobyl - die Folgen sind noch heute spürbar!

Im Atomkraftwerk Tschernobyl nördlich von Kiew gerät ein Sicherheitstest außer Kontrolle  - am 26. April 1986 um 01:24 Uhr Ortszeit kommt es zur Nuklearkatastrophe.


 


16. April 2017

Osteraktion am Gründonnerstag - Tradition verpflichtet


Zugegeben: Es wurde mit der Zeit schon ein wenig kalt! Aber grüne Kresse am Gründonnerstag von den Grünen hat nun mal Tradition. Dass die diesjährige Aktion natürlich im Zeichen des Wahlkampfs lag, zeigten die vielen Diskussionen über Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik.
Einen kurzen Besuch erhielt der OV dabei von Petra Crone, scheidende MdB der SPD, die sich ihr Schälchen Kresse abholte und uns viel Glück für die bevorstehenden Wahlen wünschte!

Danke gleichfalls :)

 

9. April 2017

Klare Botschaften für die Landtagswahl

Zwei Grünen-Teams hängten Plakate auf - Hardenacke: Stadt nicht zupappen

Kabelbinder einfädeln, vorspannen, Plakat hochschieben, festzurren. Nachdem drei, vier Laternenmasten bestückt waren, hatte Dirk Lellwitz Routine im „Plakate kleben“. Wobei „kleben“ früher war. Inzwischen sind die zweiseitigen Pappplakate so konstruiert, dass sie nur noch an den Masten festgezogen werden müssen.
Und wenn dann noch, wie am Samstag (8. April) das Wetter mitspielt, umso besser. Zwei Teams des Ortsverbands waren in Meinerzhagen und Valbert unterwegs, um für die Landtagswahl zu werben. Grünen-Sprecher Karl Hardenacke: „Wir wollen mit unseren Plakaten klare Akzente für die Landtagswahl setzen und auf unsere Kernpunkte aufmerksam machen. Es kann nicht darum gehen, ganze Straßenzüge mit Papp-Gesichtern zuzupflastern.“
Haltung statt Hass - Freiheit sichern
Entsprechend sind die Plakate gestaltet: großformatige Bilder oder Symbole, große Schrift, kurze, klare Aussage. Dabei geht es um Arbeitsplätze mit Zukunft und nicht um Technik vor gestern. Es geht darum, unseren Kindern und Enkeln eine intakte Umwelt zu hinterlassen, Zeit zu haben für Familien und andere Lebensformen. Und es geht um ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alte, gute Pflege inklusive, aber auch um Chancengleichheit und individuelle Förderung von Kindern. Gerade für ländlichen Regionen wie hier ist ein wichtiger Punkt die Mobilität und damit verbunden ein leistungsfähiger und preiswerter öffentlicher Personennahverkehr. Mehr Haltung statt Hass und die Sicherung der Freiheit sind Grundlage dafür, dass Menschen ihre Lebensvorstellungen verwirklichen können.
Karl Hardenacke: „Das wird auf den Plakaten kurz und prägnant vermittelt.“ Allen, die mehr wissen möchten, empfiehlt der Sprecher der Meinerzhagener Grünen einen Blick ins Wahlprogramm.

Link: https://gruene-nrw.de/wahlprogramm

 

12. Februar 2017

Jahreshauptversammlung am 04. Februar 2017

Grüne rüsten sich für den Wahlkampf

Eines der vorherrschenden Themen auf der Jahreshauptversammlung der Meinerzhagener Grünen, die am 04. Februar im Wald und umweltpädagogisches Zentrum Meinerzhagen-Heed stattfand, war natürlich der Wahlkampf zur Land- und Bundestagswahl. Dass man in der Nachbetrachtung allerdings schon 2016 durchschnittlich zwei Aktionen pro Monat durchführte, überraschte die Anwesenden. „Daran sollten wir anknüpfen“, so Sprecher Karl Hardenacke. „Ob unser Stand zu Papier statt Plastik und Coffee-to-go Bechern, der Infoabend zur Atomendlagersuche mit Kommissionsmitglied Klaus Brunsmeier oder die vielen Aktionen zur Nachhaltigkeitswoche – wir haben im letzten Jahr sicher nicht auf der faulen Haut gelegen!“
Dass auch das kommende Wahljahr nicht von Untätigkeit geprägt sein wird, versteht sich für die Mitglieder von selbst: „Nur die Stärkung der demokratischen Kräfte in Deutschland kann dem Populismus Einhalt gebieten“, so die einhellige Meinung.
Thema war auch eine bessere Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern. „Wir werden immer wieder angesprochen um uns Sorgen und Meinungen mitzuteilen. Das freut uns natürlich, heißt aber auch, dass wir mehr Anlaufmöglichkeiten schaffen müssen, wir uns mehr zeigen und präsenter sein wollen. „Das viele Meinerzhagener das kommunalpolitischen Geschehen aufmerksam verfolgen und ernst genommen werden wollen, haben wir ja beim Thema Stadthalle deutlich gesehen“, gab Hardenacke zu verstehen.
Personell zeigen sich Die Grünen stabil: Weggezogene Mitglieder konnten immer wieder durch Neuzugänge kompensiert werden, so dass man auch hier beruhigt in die Zukunft schaut.
Kaum Veränderungen gab es in der Führungsriege: Ohne Gegenstimmen wurde Karl Hardenacke als erster, Paolino Barone als zweiter Sprecher und Antje Lellwitz als Kassiererin im Amt bestätigt. Neu im Vorstand ist dagegen Dirk Lellwitz, der den vakanten Posten des Schriftführers in der nächsten Periode übernimmt.
Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung konnten die Volmetal-Grünen begrüßt werden. Das Treffen ist schon Tradition, das im Zuge der Regionale vor vier Jahren ins Leben gerufen wurde. Die Ortsverbände Halver, Kierspe und Meinerzhagen tauschen sich hier regelmäßig über kommunale Politik aus und planen gemeinsame Aktionen.
So war in größerem Kreis nicht nur der Wahlkampf ein Thema: Das Autofreie Volmetal stand ebenso auf der Tagesordnung wie ein gemeinsames Kommunikationsseminar und die Belastungen der Bevölkerung durch die geplanten Straßenbaumaßnahmen nach Bundesverkehrswegeplan. Enttäuschung durch die verzögerte Inbetriebnahme der Volmetalbahn und des Volmetalradweges war aus allen drei Kommunen zu hören.

 

20. Januar 2017

Stadthalle: Experte rügt mangelnde Transparenz

Info-Abend der Grünen: Stadtplaner erläutert Kriterien für Einkaufscenter

Einkaufszentrum statt Stadthalle? Oder ist beides denkbar? Das ist für Rolf Junker nicht die zentrale Frage. Für den Leiter des Dortmunder Planungsbüros geht es darum, zu klären: Wie soll die Stadt künftig aussehen? Wo liegen die Wertigkeiten? Welche Auswirkungen hat das für die Stadt?

Der Ortsverband der Grünen hatte dazu Vertreter der Initiative „Pro Stadthalle“, aber auch Stadtmarketing- und Einzelhandels-Vertreter eingeladen. Im Zusammenhang mit den Bestrebungen in Meinerzhagen ein Einkaufscenter an der Stadthalle zu errichten, „sehen wir den Bedarf und als politische Akteure die Pflicht, sich über eine isolierte Betrachtung hinaus umfänglich mit der Entwicklung der Innenstadt zu befassen“, so Grünen-Sprecher Karl Hardenacke. Rolf Junker skizzierte Kriterien, die bei einer Entscheidung berücksichtigt werden sollten. Junker hat bereits im Auftrag der Landesregierung eine Arbeitshilfe „Zum Umgang mit großen innerstädtischen Einkaufscentern“ verfasst. Unabdingbar, so der Fachmann, sei Transparenz. Es müsse klar sein: Wer ist der Investor? Wer entwickelt das Projekt? Den Standort Stadthalle für ein Einkaufscenter sieht er ambivalent. Er sei gut wegen seiner Nähe zur Innenstadt. Er sei denkbar schlecht, weil er Gewichte verändere, weil Kaufkraft aus der Innenstadt abfließe und es weniger Anlass gebe, in die Stadt zu gehen. Märkte im Umfeld seien eine große Konkurrenz.

Gefahr: zusätzlicher Leerstand

Zudem sei nicht klar, ob auch bestehende Geschäfte mit in das Center gehen würden. Junker ist überzeugt: „Das erzeugt zusätzlichen Leerstand.“ Die Bürger sollten darauf drängen, dass die „Karten auf den Tisch gelegt werden. So eine Geheimniskrämerei hab ich selten erlebt“, meinte der Chef des bundesweit tätigen Planungsbüros mit Blick auf Meinerzhagen. Zugleich trat er Erwartungen entgegen, dass sich in einer so kleinen Stadt renommierte Anbieter oder Ketten niederlassen würden, die die Anziehungskraft deutlich erhöhen könnten. Allein aufgrund seiner Größe sei Meinerzhagen „keine Adresse“ für große und attraktive Läden aus der Textil- und Schuhbranche sowie aus dem Elektronikbereich. Diese gelten als Frequenzbringer. Folglich sei „kein großer Gewinn an Spannung oder Erlebniseinkauf“ zu erwarten.
Karl Hardenacke hat die Sorge, „dass mit der Zeit alles pulverisiert wird.“ Bei einer möglichen Insolvenz des Centers wäre man auch den Veranstaltungsraum los. Teilnehmer der Runde befürchteten zudem, dass Kaufkraft aus anderen Bereichen der Stadt abfließen würde.

„Entwicklungskonzept nötig“

Kernforderung, so der Stadtplaner, müsse ein Entwicklungskonzept sein, dass etwa die Frage beantworte, wie die Stadt in zehn oder 15 Jahren aussehen solle. Einzelhandel werde auf Dauer, abgesehen von der Versorgung für den täglichen Bedarf, deutlich an Bedeutung verlieren, prognostizierte er. Es sei gefährlich darauf zu bauen, dass ein Center kurzfristig einen Schub bringen könnte. Den Teilnehmern der Info-Runde riet er, sich umzuschauen und zu fragen: „Was kommt nach dem Einzelhandel?“. Das sei auch eine Frage nach der Identität der Stadt. Beantwortet werden müsse dabei die Frage, welchen Beitrag ein Einkaufscenter dazu leisten könne um dann  zu sehen, ob sich dafür der Preis lohnt, nämlich die Stadthalle aufzugeben. Angesichts heutiger Wertigkeit geht der Planer von einer Lebensdauer von 30 Jahren für ein Center aus. Junker riet, eine mögliche Folgenutzung vorab mitzudenken.

Auswahlmöglichkeit sinnvoll

Für ein faires und transparentes Verfahren sei zwingend die Auswahl zwischen verschiedenen Projektentwicklern bzw. Investoren erforderlich, heißt es auch in der Arbeitshilfe des NRW-Bauministeriums.  Das erhöhe den Wettbewerb und die Qualität des Projektes. Auch hier ist Rolf Junker eher skeptisch. „Ich habe nicht das Gefühl, dass viele Bewerber Schlange stehen“, sagte er mit Blick auf Meinerzhagen.

Aufgeworfene Fragen sollen weiter verfolgt und in einer öffentlichen Veranstaltung angesprochen werden. Das ist für Grünen-Sprecher Karl Hardenacke die Folgerung nach der Informationsrunde in der Galerie Langenohl. (rk)

 

28. November 2016

Streuobstwiese komplett bepflanzt

Neue Bäume sorgen für tolle Visitenkarte am Ortseingang

Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche. „Eine bunte Mischung halt“, beschriebt Gabi Brunsmeier die Auswahl, die der Verein Heesfelder Mühle jetzt auf der Wiese am Handweiser gepflanzt hat.  20 Hochstämme ergänzen den Bestand, der auf Anregung des Ortsverbandes der Grünen vor vier Jahren gepflanzt worden war.
Zwischen Südumgehung und Hohbüschener Weg haben im Frühjahr die Bäume aus der ersten Pflanzaktion bereits geblüht. Gepflanzt wurden jetzt erneut alte heimische Obstsorten, die Gabi Brunsmeier, Fachberaterin für Streuobstwiesen, für diesen Standort ausgewählt hat. Die Pflege der Obstbäume übernimmt für die nächsten Jahre ebenfalls der Verein Heesfelder Mühle. Die Kosten für die Pflanzaktion und die Pflege werden durch Spenden gedeckt, die die Meinerzhagener Grünen aufbringen.

Gute Zusammenarbeit mit Verwaltung

Mit der Streuobstwiese an der Südumgehung wird die Brachfläche deutlich aufgewertet. Für die Grünen ist die Wiese, vor allem zur Blütezeit im Frühjahr eine „ausgezeichnete Visitenkarte am Ortseingang“, so Grünen-Sprecher Karl Hardenacke. Fraktionssprecher Ingolf Becker freute sich, dass die Verwaltung das Vorhaben von Anfang an unterstützt und der zuständige Ausschuss Mitte November „grünes Licht“ für die weitere Bepflanzung gegeben hat.
Für Klaus Brunsmeier vom BUND ist die Weise ein absolutes Vorzeigeobjekt. „Damit hat Meinerzhagen jetzt die größte innerstädtische Streuobstwiese in Südwestfalen“, sagte das BUND-Vorstandsmitglied. Streuobstwiesen gelten als vielseitiges Biotop. Sie bieten einen Lebensraum für viele Kleintierarten, tragen zum Erhalt heimischer Obstsorten bei, filtern Luft, sorgen für ein angenehmes Kleinklima  und sorgen für Farbtupfer in der Landschaft. (rk)

 

21. November 2016

Kämmerer stellt Finanzplanung vor

Grüne begrüßen Sparanstrengungen, fordern aber weitere Schritte

Meinerzhagen. Mehr als 11,7 Millionen Euro will die Stadt im kommenden Jahr investieren. Dabei werden möglicherweise auch Investitionen im Haushalt berücksichtigt, die im kommenden Jahr nicht mehr realisiert werden können und zurück gestellt werden müssen. Dann aber belasten sie nicht mehr den Haushalt 2018, der ausgeglichen sein muss.

Mit diesen „Tricks“ und einer Menge optimistischer Annahmen will Kämmerer Jens Groll die Vorgaben einhalten, um die Latte für den Haushaltsausgleich 2018 nicht zu reißen. Das machte der Kämmerer in seinen Erläuterungen bei der Haushaltsklausur der Meinerzhagener Grünen deutlich. Groll erläuterte dabei den Grünen und der UWG-Fraktion in einer gemeinsamen Sitzung seine Vorstellungen für die Finanzplanung bis 2020. Frohe Botschaft für die Kommunalpolitiker: Bis 2020 sind keine Steuererhöhungen vorgesehen. Groll betonte: „Die Latte hängt sehr hoch.“ Er sei aber zuversichtlich, dass sie nicht gerissen werde.

„Annahmen zum Ausgleich sehr optimistisch“

Ein Arbeitskreis, dem Teilnehmer aus allen Fraktionen angehören sollen, soll mit der Verwaltung Einsparmöglichkeiten beraten. Ob dabei alle Investitionsmaßnahmen auch realisiert und keine freiwilligen Leistungen eingespart werden, wird sich noch zeigen. Ingolf Becker, Fraktionsvorsitzender der Grünen, begrüßte die Pläne, die Kommunalpolitiker in die Spar-Überlegungen einzubinden.

Zugleich sahen die Grünen die Annahmen des Kämmerers als sehr optimistisch an. Die Finanzplanung „gleicht dem Blick in eine Glaskugel“, umriss ein Fraktionsmitglied die Verlässlichkeit der Planzahlen. Bemängelt wurde vor allem, dass „kein Puffer bei den Haushaltsansätzen erkennbar sein“. Eine Verbesserung auf der Einnahmeseite erhofft sich Jens Groll vor allem durch eine Vermögensanalyse und die Verwertung des Vermögens (ca. 500.000,- Euro) und Gewinnausschüttungen vor allem bei der Sparkasse, den Stadtwerken und der Baugesellschaft. Zielsetzung der Verwaltung sei es, die freiwilligen Leistungen zu erhalten. Allein hier liegt der Zuschussbedarf bei rund vier Millionen Euro pro Jahr.

In der neuen Steuerungsgruppe "Haushalt und Wirtschaft" werden die Grünen auf Einsparungen drängen, kündigte Fraktionschef Ingolf Becker an. Dabei dürfe auch Gewohntes kein Tabu sein. Immerhin: die geplante Umwandlung der Freibäder in einen Eigenbetrieb sei ein Schritt in die richtige Richtung, war das Fazit in der folgenden Fraktionssitzung.  (rk)